Lauftraining will gelernt sein
Immer wieder kann man beobachten, dass sich sowohl Anfänger als auch Fortgeschrittene beim Lauftraining, z. B. für einen Marathon, überschätzen und dabei vergessen, dass es ca. 3 – 4 mal solange dauert, bis sich Sehnen, Knorpel und Bänder an die ungewohnte körperliche Belastung angepasst haben. Herz- und Kreislaufsystem sowie der Stoffwechsel kommen durch das Ausdauertraining sehr schnell auf ein hohes Leistungsniveau und daher schenken sie lediglich der Feststellung Beachtung, dass durch das Laufsport Training ihre Ausdauer gesteigert wurde, vergessen darüber aber, wie sehr auch alle übrigen Stabilisatoren des menschlichen Körpers, wie Sehnen, Knorpel, Knochenhäute, Bindegewebe etc. in diesen Anpassungsprozess einbezogen werden müssen. Es entsteht ein Ungleichgewicht, da die Entwicklung dieser schwächsten Glieder im Vergleich zur Ausdauersteigerung zeitmäßig um Einiges zurückgeblieben ist. Dieser Tatsache sollte unbedingt bei den einzelnen Trainingseinheiten Rechnung getragen werden. Hier ist weniger in den meisten Fällen einfach mehr. Die Verletzungsgefahr, wie Überdehnung der Bänder, Verletzung der Knorpelmasse, ist sehr groß.
